Spanien stellt Solarstromrekord auf

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Am 29. Mai 2026 erreichte die spanische Solarenergie einen historischen Höchstwert: Mit 269 Gigawattstunden (GWh) erzeugten die Solarparks an diesem Tag 33 % des gesamten Strombedarfs. Dies ist laut dem Netzbetreiber Red Eléctrica der bislang höchste gemessene Anteil von Solarstrom in Spanien. Die Sonne ist damit zur zentralen Säule der nationalen Stromversorgung geworden, wie das spanische Nachrichtenmedium Merca2 betont.

Im Vergleich dazu lieferten Kernenergie 17 %, Windenergie 15 %, Gaskraftwerke 14 % und Wasserkraft 13 % des Stroms. Insgesamt stammten 78 % der erzeugten Energie an diesem Tag aus CO₂-freien Quellen. Dieser Rekord fällt etwa ein Jahr nach dem großen Stromausfall im April 2025, als das spanische Festland komplett ohne Strom war.

Die Solarenergie übertraf an diesem Tag erstmals die Kernkraft um einen deutlichen Vorsprung von über sechzehn Prozentpunkten. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 zeigte sich ein klarer Trend: Der Stromverbrauch stieg leicht um 1,5 %, während die Sonnenenergie immer mehr Marktanteile gewinnt und regelbare Kraftwerke seltener benötigt werden. Im Mai 2026 stammten bereits 60,5 % des Stroms aus erneuerbaren Quellen, einschließlich des Eigenverbrauchs über private Solaranlagen sogar 62 %.

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Die Speicherung von Strom spielt eine wichtige Rolle bei der Integration der Solarenergie. Im Mai wurden 1.182 GWh über Batterien und Pumpspeicher eingespeist, wovon 489 GWh später zurückflossen. So konnten Ende Mai noch 693 GWh gespeichert werden – ein Fortschritt, der vor wenigen Jahren noch wie Science-Fiction wirkte.

Nach dem Stromausfall 2025 wurden Solarparks zunächst als Ursache für Spannungsschwankungen vermutet. Untersuchungen zeigten jedoch, dass die Störung an anderen Kraftwerken begann. Der Rekord vom Mai 2026 beweist, dass das Netz inzwischen gut mit der starken Solarstromproduktion umgehen kann.

Allerdings wächst die Nachfrage kaum, was bei steigendem Solarausbau zu Überproduktion und fallenden Strompreisen führt. Dies stellt das spanische Stromnetz vor neue Herausforderungen. Auf den Balearen etwa steigt die Nachfrage stärker, doch dort fehlen noch ausreichende Netz- und Speicherinfrastrukturen.

Für Hausbesitzer in Spanien lohnt sich die Nutzung eigener Solaranlagen, besonders mit dynamischen Stromtarifen. Dennoch bleiben Gaskraftwerke für die Spitzenlast am Abend unverzichtbar, bis Speichertechnologien weiter ausgebaut sind. Die Zukunft wird zeigen, ob Spanien die nächste Schwelle von 40 % Solarstromanteil erreicht und wie es gelingt, auch nachts Sonnenenergie effizient nutzbar zu machen.

Quelle: Agenturen